Sprache: DE EN

 

 

Die international tätige Greiner Gruppe blickt auf ein starkes Jahr 2016 zurück. Der Konzernumsatz erhöhte sich im vergangenen Geschäftsjahr um 2,4 Prozent auf 1,475 Mrd. Euro. „Dabei hätten die Zahlen noch besser ausfallen können“, bedauern Vorstandsvorsitzender Axel Kühner und Finanzvorstand Hannes Moser, dass währungsbedingte Kurseffekte das operative Plus gebremst haben. Der Cash Flow stieg von 132 auf 148 Mio. Euro und erlaubte es, die Investitionen in einer Größenordnung von 101 Mio. Euro zur Gänze daraus zu finanzieren.

 

Umsatzstärkste Gruppe war 2016 die Greiner Packaging, die mit 581 Mio. Euro 39 Prozent des Konzernumsatzes erwirtschaftete. Dahinter rangiert die Greiner Bio One mit einem 6-prozentigen Plus auf 452 Mio. Euro, die Greiner Foam International (364 Mio. Euro) und die Greiner Extrusion Group (früher Greiner Tool Tec) mit 79 Mio. Euro Umsatz.

 

Intensive Expansionsaktivitäten

 

2016 gründete Greiner Packaging ein Joint Venture mit einem indischen Unternehmen, um sich mit Lebensmittelverpackungen für die Molkereiindustrie in Stellung zu bringen. Abgeschlossen wurde auch die Erweiterung des Produktionsstandortes von Greiner Bio-One in Brasilien. Zusätzlich wurden langjährige Vertriebspartner für Bio-One in Italien, Spanien und Portugal übernommen und ein Vertriebsbüro in der Türkei errichtet.

 

Fortsetzung der Globalisierungsstrategie

 

Neben der Bündelung der Kernkompetenzen und der Stärkung der Innovationskraft sieht Kühner vor allem die konsequente Umsetzung der Globalisierungsstrategie als wesentliche Triebfeder für eine erfolgreiche Entwicklung: „Die Erschließung neuer Märkte bleibt ein zentrales Thema“. Neben den USA liegt der Fokus auf den BRICS-Staaten, da in diesen Märkten mittel- bis langfristig ein stärkeres Wachstum als in Europa, wo Greiner derzeit noch immer 75 Prozent des Umsatzes und 82 Prozent der Produktion bewerkstelligt, zu lukrieren sei.

 

Expansiv gehe es deshalb im laufenden Geschäftsjahr weiter, verweisen Kühner und Moser auf die aktuelle Übernahme von 67,75 Prozent der Anteile an der schwedischen Vigmed Holding AB. Das Unternehmen ist Patentinhaber, Entwicklungs- und Handelsunternehmen von Venenverweilkanülen – genau dem Gegenteil von Bio-One-Blutentnahmekanülen. Mit Synergien in Produktion und Vertrieb verspricht man sich weitere Marktchancen in diesem Sektor.


Mit einem Joint-Venture mit Plastic Systems in Noginks hat die Greiner Packaging auch die Fühler auf den russischen Markt ausgestreckt. Und Greiner aerospace ist mit der Übernahme der Catrim Aircraft-Werke in Deutschland und Bosnien-Herzegowina nun für die Produktion von Überzügen für Flugzeugsitze gerüstet.

 

Kräftig investiert wird auch „zuhause“. 17 Mio. Euro fließen in die Erweiterung der Kremsmünsterer Zentrale zu einem modernen Campus mit neuem Ausbildungszentrum, Open-Space-Büros etc. Anfang 2019 soll eröffnet werden.

 

Bereits 134 Standorte in 30 Ländern

 

Die Greiner Gruppe ist mittlerweile mit 134 Standorten in 30 Ländern vertreten und beschäftigt weltweit 9722 Personen, rund 2500 davon in Österreich. 


Zurück zur News-Übersicht