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Der Personalstand der drei Tiroler Liebherr-Standorte stieg 2016 auf 2157. Es gab ein Plus im Werk Telfs sowie Rückgänge im Interalpen-Hotel.

 

Telfs, Lienz – Der Weltkonzern Liebherr mit Zentrale in Bulle in der Schweiz erzielte im Vorjahr einen Gesamtumsatz von etwas über 9 Mrd. Euro, was einem Minus von 228 Mio. Euro oder 2,5 Prozent, aber noch immer dem dritthöchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte entspricht. Der Personalstand stieg trotzdem weiter um 7563 auf 42.308 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Jahresergebnis blieb mit 298 Mio. Euro stabil, ebenso die Investitionen mit 751 Mio. Euro.

 

Seit gut vier Jahrzehnten, nachdem Firmengründer Hans Liebherr eine Ansiedlung von LH Eduard Wallnöfer und dem Telfer Bürgermeister Helmut Kopp schmackhaft gemacht wurde, ist Liebherr auch stark in Tirol vertreten: 1976 wurde das Raupenwerk in Telfs eröffnet, 1980 folgte das Kühlgerätewerk in ­Lienz und schließlich 1985 das Interalpen-Hotel in Telfs-Buchen, das erste 5-Sterne-Superior-Haus Tirols, das mit 600 Betten auch bis heute das größte Hotel im Land ist.

 

In Summe haben die drei Tiroler Liebherr-Standorte im Vorjahr 457,5 Mio. Euro umgesetzt, minimal weniger als 2015 mit 461 Mio. Euro. Der Personalstand hat sich indes um etwa 50 Beschäftigte auf insgesamt 2157 erhöht. Liebherr ist damit einer der größten privaten Arbeitgeber in Tirol.

 

Der Geschäftsverlauf in den Tiroler Liebherr-Standorten verlief 2016 sehr unterschiedlich. So erzielte das Werk Telfs einen kräftigen Umsatzsprung um 13 Prozent auf 186 Mio. Euro, der Mitarbeiterstand stieg um 34 auf 550 an. Die Markteinführungen der beiden Planierraupen PR716 und PR726 seien sehr erfolgreich verlaufen, die ebenfalls präsentierte PR776 solle auch in der Mining-Industrie zum Einsatz kommen. Der Standort Telfs wird, wie berichtet, kräftig ausgebaut, Dutzende weitere Jobs sollen mittelfristig dazukommen.

 

Der Umsatz des Kühlgerätewerks in Lienz sei in einem sehr schwierigen Umfeld von 271 auf 249 Mio. Euro gesunken. Acht neue Produkte gingen im vergangenen Jahr in Lienz in Serie, darunter ein Einbaukühlgerät der Effizienz­klasse A++, Gastro- und Laborgeräte sowie neue Reihen von Eiscremetruhen und Getränke-Displaykühlern. Der Mitarbeiterstand stieg leicht auf 1315 an.

 

Der Umsatz des Interalpen-Hotels Tyrol sank im Vorjahr von 25 auf 22,5 Millionen Euro. Das sei aber deutlich über der ursprünglichen Prognose. Mit 292 blieb der Mitarbeiterzahl im Luxus­hotel stabil.

 

Von Alois Vahrner        www.tt.com


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