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Waren "Made in Oberösterreich" sind 2017 ein Exportschlager: Noch nie zuvor wurden so viele Produkte und Dienstleistungen aus unserem Bundesland ins Ausland geliefert wie heuer. Der Wert der Ausfuhren stieg im Vergleich zum Vorjahr um 8,3 Prozent auf 36,7 Milliarden Euro.

 

Oberösterreich kommt im Bundesland-Vergleich eine Schlüsselrolle zu. 10.209 heimische Firmen exportieren. Jeder vierte Export aus Österreich stammt aus Oberösterreich (25,8 Prozent). Niederösterreich liegt mit 15,3 Prozent des Gesamtanteils an zweiter Stelle, die Steiermark folgt mit 14,7 Prozent auf Platz drei.

 

"Der Export ist Wohlstandsbringer und Wachstumsmotor für Oberösterreich", sagte Doris Hummer, Präsidentin der Wirtschaftskammer Oberösterreich, gestern, Montag, bei einem Pressegespräch in Linz. Heimische Produkte seien im Ausland gefragter denn je, betonte Hummer. Das liege einerseits an der Qualität der Produkte und andererseits daran, dass sich viele Unternehmen auf innovative Waren spezialisierten. Dazu zählen Maschinen und mechanische Geräte, Kfz/Zugmaschinen, Eisen und Stahl, elektrische Maschinen und Kunststoffe.

 

Die Hälfte aller Exporte aus Oberösterreich geht nach Deutschland, in die USA und nach Italien. Stark im Kommen ist auch Frankreich. Das Land biete mit 67 Millionen Einwohnern eine große Chance für heimische Betriebe, sagt Christian Schierer, seit einem Jahr Österreichs Wirtschaftsdelegierter in Paris und gestern zu Gast beim Export-Tag in Linz. "Seit Macron Präsident ist, ist die Exportquote von Österreich nach Frankreich um 30 Prozent gestiegen. Als ich in Paris zu arbeiten begonnen habe, hat es 230 Niederlassungen heimischer Firmen gegeben. Jetzt sind es 400." Die Unternehmen sind vor allem in der Automobilindustrie, in der Luftfahrt und im Maschinenbau tätig.

 

Heimischer Käse in Frankreich

 

Immer stärker nachgefragt würden in Frankreich auch Bio-Lebensmittel aus Österreich. Käse, Fleisch und Wein mit dem Bio-Siegel gibt es in französischen Supermärkten. "Österreich will sich als Feinkostmarkt in Frankreich etablieren", sagt Schierer.

 

Ein kleinerer Markt für österreichische Unternehmen ist Irland. Wilhelm Nest arbeitet seit sechs Jahren als Wirtschaftsdelegierter in Dublin: "Die irische Wirtschaft hat sich nach den Krisenjahren erholt. Potenzial für Österreichs Firmen gibt es aber noch genug." Genutzt haben dieses Potenzial bereits der Linzer Stahlkonzern voestalpine und der Baustoffhändler Gmundner Fertigteile. Sie liefern Schienen, Weichen und Gleiseindeckungssysteme für die dritte Straßenbahnlinie in Dublin.

 

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