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LINZ. Autozulieferer baut Standort in Kleinmünchen aus – Unternehmen produziert für Porsche und BMW.

 

 

Der Linzer Automobilzulieferer und Aluminiumverarbeiter Nemak erweitert seine Kapazität am Standort. Das Produkt- und Prozessentwicklungszentrum des Gießerei-Unternehmens im Stadtteil Kleinmünchen wuchs in 13 Monaten Bauzeit auf die beinahe doppelte Größe: Statt 650 Quadratmeter Fläche stehen nun 1200 Quadratmeter zur Verfügung. Die Zahl der Mitarbeiter in der Entwicklung steigt von 55 auf 75.

 

Nemak trage damit der anziehenden Konjunktur in der Autoindustrie und der Nachfrage der Hersteller Rechnung, sagt Standortleiter Andre Gröschel: "Bisher haben wir uns auf Produktion und Entwicklung von Verbrennungsmotoren spezialisiert, nun geht es etwa auch um Strukturteile und Gehäuse für E-Motoren." Dazu benötige man mehr Kapazität. Wie viel Geld in den Ausbau geflossen ist, gibt die Firma nicht bekannt.

 

In Linz tüftelt Nemak derzeit an mehr als 50 Projekten für Automobilhersteller auf der ganzen Welt. "Das Know-how aus Oberösterreich ist nicht nur in Europa, sondern auch in der ganzen Gruppe gefragt", sagt Gröschel.

 

Das Linzer Entwicklungszentrum ist das zweitgrößte von zwölf Zentren der mexikanischen Nemak-Gruppe, die 22.000 Mitarbeiter an 36 Standorten beschäftigt und 4,5 Milliarden Euro umsetzt. 107 Millionen Euro sind es in Linz.

 

In der Linzer Produktion, die neben dem Entwicklungszentrum steht, stellen jedes Jahr etwa 500 Mitarbeiter eine Million Zylinderköpfe und Motorenblöcke her. Zu den Abnehmern zählen Porsche, BMW, General Motors und Ford. Vermehrtes Interesse gibt es auch von Zulieferern, etwa von Bosch.

 

Rückschlag weggesteckt

 

Vor zwei Jahren musste Nemak einen Rückschlag hinnehmen: In der Produktion brach ein Brand aus. Aus einem Warmhalte-Ofen war Aluminium ausgetreten. Dieses geriet in einen Abluftschacht, worauf es zum Feuer kam. Die Produktion stand eine knappe Woche still.

 

"Am ersten Produktionstag nach dem Brand haben wir 1000 Stück mehr als üblicherweise produziert", sagt Gröschel. Die Reputation unter den Kunden habe nicht gelitten. Das Unternehmen investierte drei Millionen Euro, um die Infrastruktur zu verbessern und gegen Zwischenfälle gefeit zu sein.

 

 

Martin Roithner             www.nachrichten.at


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