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Österreichs größter privater Paketdienst DPD (Direct Parcel Distribution) ist auf Expansionskurs. Das Unternehmen, das zur deutschen DPD-Gruppe gehört, hat seinen Standort in Linz erweitert und die Kapazität am Hauptumschlagplatz in Hörsching erhöht.

 

Im Linzer Hafenviertel ist seit April dieses Jahres ein "City Hub" in Betrieb. Dabei handle es sich um eine Mischung aus Paketshop und Zustellservice, sagt DPD-Österreich-Chef Rainer Schwarz: "Die Kunden können Pakete aufgeben oder sie abholen. Zudem werden Pakete aus ganz Österreich zwischengelagert und versendet." Der City Hub in Linz ist der dritte in Österreich. Im September 2016 eröffnete einer in der Seestadt Aspern, heuer im April einer in Salzburg. In Linz liefert DPD auch mit Elektrofahrzeugen aus.

 

Dafür wurden drei E-Kastenwagen mit einer Reichweite von je 130 Kilometern geleast. Zwei Touren führen vom Hafenviertel weg, eine dritte von der Niederlassung in Hörsching. Zugestellt wird von 15.30 bis 20 Uhr. "Das Paket muss zum Kunden kommen und nicht der Kunde zum Paket", sagt Schwarz im Gespräch mit den OÖN.

 

Neues Werk im Salzkammergut?

 

Österreichweit investiert DPD heuer 4,5 Millionen Euro, bis nächstes Jahr sollen es 18,5 Millionen sein. In Hörsching wurde die Sortiertechnik ausgebaut. Wurden früher zwischen 70.000 und 80.000 Pakete pro Tag umgeschlagen, sind es jetzt zwischen 100.000 und 120.000. Zu den beiden Standorten in Oberösterreich könnte ein dritter hinzukommen. Geht es nach Schwarz, soll 2018 ein Werk im Salzkammergut entstehen. "In dieser Region haben wir momentan eine Lücke."

 

Positiv fällt die Bilanz des Chefs für das erste Halbjahr aus. Bei der Menge der Pakete habe es ein Plus von sechs bis sieben Prozent gegeben, national betrage das Umsatzwachstum fünf Prozent. 2016 setzte DPD mit 500 Mitarbeitern und 1200 Zustellern mehr als 177 Millionen Euro um. Die Zahl der Pakete betrug 43,8 Millionen. Damit lag DPD hinter der Post auf Platz zwei in Österreich.

 

www.nachrichten.at


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