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WIEN/LINZ. Nach dem Welas greift die Immobiliengruppe nach den Einkaufszentren in Steyr und Linz, Tabor und Pro.

 

 

"Gerhard Weiß ist eine Institution im heimischen Handel. Wir sind dankbar, dass wir sein Lebenswerk fortführen dürfen", streute Christian Harisch dem Unternehmer gestern, Dienstag, im OÖN-Gespräch Rosen. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Stefan Rutter hat der Tiroler Rechtsanwalt das von Weiß aufgebaute Einkaufszentrum Welas gekauft. Jetzt wollen die Immobilienentwickler mit ihrer Rutter-Gruppe auch die beiden anderen Zentren, Tabor in Steyr und Pro in Linz, von Gerhard Weiß übernehmen.

 

"Wir haben Exklusivität bezüglich der Verhandlungen vereinbart. Wir hoffen, dass wir so rasch wie möglich zu einer guten Lösung kommen", sagt Harisch. Man wolle den Schwung aus Wels mitnehmen, um die weißen Flecken in Oberösterreich zu tilgen. Mit dem Innpark in Braunau und dem Ennspark in Enns betreibt die Rutter-Gruppe bereits Fachmarktzentren in Oberösterreich. "Das Wichtigste fehlt uns aber noch – die Landeshauptstadt."

 

Laut Harisch will die Rutter-Gruppe in "der nächsten Zeit 200 Millionen Euro in Oberösterreich investieren". In den kommenden sechs Monaten fließen zunächst 20 Millionen Euro in das in Bau befindliche Einkaufszentrum Taborknoten. Die Finanzierung der Projekte erfolge aus eigener Kraft, betont Harisch. Geschäftsmodell der Firmengruppe ist, Zentren zu bauen oder zu modernisieren und diese dann irgendwann wieder abzustoßen. Im Vorjahr seien drei Zentren – in Liezen, in Hartberg und in Wiener Neustadt – verkauft worden.

 

Nummer zwei hinter SES

 

Das Familienunternehmen verwaltet und managt 500.000 Quadratmeter Handelsfläche und ist damit auf dem Markt die Nummer zwei hinter der Spar-Einkaufszentrentochter SES (mit gut 800.000 Quadratmetern Handelsfläche). Das rasche Wachstum ist auch im Windschatten des Lebensmittelhändlers Merkur erfolgt, der in vielen Rutter-Zentren eingemietet ist.

 

Susanne Dickstein          www.nachrichten.at


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