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Die Forschungsprämie für eigenbetriebliche Forschung oder Auftragsforschung beträgt künftig 14 statt 12 Prozent.

 

Wien. Die neue Bundesregierung hat in ihrem Regierungsprogramm zahlreiche Änderungen in der Steuergesetzgebung angekündigt. Aber bereits in der vergangenen Legislaturperiode wurden unternehmerfreundliche steuerliche Neuerungen beschlossen, die heuer in Kraft treten, und Unternehmen können neue Steuervorteile geltend machen. "Gerade innovative und investitionsfreudige Betriebe profitieren spürbar", sagt Herbert Kovar, Partner bei Deloitte Österreich.

 

Erhöhung der Forschungsprämie

 

 

Der Evaluierungsbericht über die Forschungsprämie hat die positiven Wirkungen der Fördermaßnahme bestätigt. Daher wird die Prämie ab 1. Jänner 2018 von 12 Prozent auf 14 Prozent angehoben. "Die Forschungsprämie bringt nachweislich einen wirtschaftlichen Vorteil für Österreich. Ihre Erhöhung ist ein wichtiges Signal für den Innovationsstandort", betont Kovar.

 

Um eine Forschungsprämie für eigenbetriebliche Forschung und experimentelle Entwicklung zu erhalten, ist ein Gutachten der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) notwendig. Dieses ist kostenlos und wird dem Finanzamt im Wege von FinanzOnline übermittelt.

 

Steuerfreie Risikokapitalprämie



Für Investments in innovative Start-ups kann eine steuerfreie Risikokapitalprämie in Anspruch genommen werden. Investoren bekommen bis zu 20 Prozent des förderfähigen Kapitals als Zuschuss. Die Obergrenze liegt bei maximal 50.000 Euro pro Jahr. Laut Information der Austria Wirtschaftservice Gesellschaft (aws) ist der Fördertopf noch nicht ausgeschöpft. "Für Betriebe können sich hier interessante Möglichkeiten für die Kooperation mit innovativen jungen Unternehmen bieten. Das bringt nicht nur neue Impulse für das Geschäft, sondern auch steuerliche Vorteile", betont Steuerberater Kovar.

 

Der Fördertopf für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) war nach Auskunft der aws 2017 innerhalb kurzer Zeit aufgebraucht. Aktuell sind außerdem noch nicht alle Anträge bearbeitet. Daher ist nicht absehbar, ob tatsächlich alle Anträge genehmigt werden können. "Insbesondere für die vielen KMU, die noch nicht zum Zug gekommen sind, sollte die neue Bundesregierung die notwendigen Mittel wieder zur Verfügung stellen. Im Falle der tatsächlichen Fortführung wird eine rasche Einreichung des Antrags gefordert sein. Unternehmen müssen deshalb aktuelle Entwicklungen aufmerksam beobachten", empfiehlt der Steuerexperte.

 

Halbierung der Risikokapitalprämie

 

Jeder Flugzeughalter muss für in Österreich abfliegende Passagiere eine Flugabgabe entrichten. Ausnahmen gibt es nur bei einer Befreiung von der Abgabenpflicht, wie zum Beispiel für Passagiere unter zwei Jahren ohne eigenen Sitz, die Crew sowie bestimmte Zwischenlandungen. "Flugzeugbesitzer und Airlines können sich über eine steuerliche Erleichterung freuen. Mit Jahresbeginn wird die Höhe der Flugabgabe halbiert", so Kovar. Die Flugabgabe beträgt dann pro Passagier für die Kurzstrecke 3,50 Euro, die Mittelstrecke 7,50 Euro und die Langstrecke 17,50 Euro.

 

www.wienerzeitung.at


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