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KIRCHDORF/ROHR. Der Autozulieferer TCG Unitech hat gestern offiziell seine Ausbaupläne in Rohr/Kremsmünster gestartet. Das Projekt fällt nun doppelt so groß aus, als noch im Oktober geplant: 90 Millionen werden investiert.

 

 

"Die Auftragslage hat uns überholt", sagt Geschäftsführer Peter Wienerroither. Im Herbst war noch von 40 Millionen Euro Investition die Rede. Jetzt werden in zwei Ausbaustufen 90 Millionen Euro verbaut. In dem neuen Werk, das nun gleich ein zweites Hallenschiff bekommt, werden Druckgussteile für den Antriebsstrang hergestellt. Kunden sind die großen Automobilerzeuger der VW-Konzern - hier vor allem Audi, BMW, Mercedes, Porsche.

 

Eigentümervertreter Karl Grigkar sagte bei der Spatenstichfeier, dass schon im Jänner 2019 die ersten Produkte hergestellt werden müssen - der Druck der Kunden sei groß. 

 

Die in Kirchdorf ansässige TCG Unitech-Gruppe baut in Rohr - unmittelbar an der Gemeindegrenze zu Kremsmünster - das vierte Werk. Im ersten Ausbauschritt werden 100 Arbeitsplätze geschaffen, bis 2022 sollen es 150 sein.

 

Grigkar kritisierte vor dem Landeshauptmann Thomas Stelzer ganz offen auch die Verfahrensdauer. "Wir haben für die Genehmigungen länger gebraucht als geplant. Da müssen Sie etwas tun", so der Wiener Anwalt, der die drei Eigentümerfamilien vertritt, die 2010 das damals fast insolvenzreife Unternehmen übernommen haben. Inzwischen wurden 200 Millionen Euro investiert. Der Umsatz hat sich auf 220 Millionen Euro mehr als verdoppelt.

 

Stelzer sagte, dass jüngst die Sachverständigenseite verstärkt worden sei, was eine Maßnahme für schnellere Bau- und Gewerbeverfahren sei. Weitere Verfahrensvereinfachungen seien geplant.

 

 

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