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Tiroler Unternehmen sorgen bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang für perfekte Pisten, Rettungsgeräte und klare Sicht.

 

Pyeongchang – Tirol stellt ein Drittel der österreichischen Athleten bei den heute beginnenden Olympischen Winterspielen. Aber nicht nur sportlich ist Tirol bei diesem Großereignis stark vertreten, auch zahlreiche Tiroler Firmen mischen bei der Großveranstaltung mit. Sie konnten dabei zahlreiche Aufträge an Land ziehen und gehören damit zu den ersten Siegern der Spiele 2018.

 

Die Firma Tyromont aus Thaur beispielsweise hat die Zentren der Alpinbewerbe in Jeongseon und Yongpong mit 30 Stück Canadier Rettungsschlitten und Spezialrettungssäcken ausgerüstet. Das Unternehmen gehört zu den zahlreichen Hidden Champions aus Tirol. Hidden Champions sind kleine, eher unbekannte Unternehmen, die in einem Nischenbereich zu den Weltmarktführern gehören. Und Tyromont mit seinen zwölf Mitarbeitern ist Vorreiter und Marktführer bei der Herstellung und beim Vertrieb von Rettungsgeräten für die Pisten-, Berg- und Flugrettung.

 

„Der klassische Akia, der überall zum Einsatz kommt, der stammt von uns“, sagt Geschäftsführer Markus Greil. Bei nahezu allen bekannten alpinen Sportevents, wie bei den Skirennen in Garmisch oder Kitzbühel, kommen die Rettungsgeräte der Thaurer Firma zum Einsatz. Das Auftragsvolumen von rund 50.000 Euro für Pyeongchang ist zwar verhältnismäßig gering, kann aber vor allem für Folgeaufträge wichtig sein, sagt Greil: „Für Neuaufträge sind solche Referenzen sicher hilfreich.“

 

Dafür, dass die Pisten in Korea im perfekten Zustand sind und die Rettungsgeräte von Tyromont nicht zum Einsatz kommen müssen, sorgt die Oberndorfer Firma Steinbach Alpin. Die Injektionssprühbalken des Unternehmens werden zur Präparation von Skipisten zum Einsatz kommen, um vom Start bis zum Ziel eine gleichmäßig harte Piste zu schaffen. Ebenfalls aus Oberndorf stammt das Nations Village in Pyeongchang, das von der Firma Loidl gebaut wurde.

 

Für klare Sicht auf den Pisten sorgt die Kufsteiner Firma Durchblicker, die 100 Kabinenscheiben im Rahmen der Winterspiele aufbereitet hat. Die Firma Axess, die in Innsbruck produziert, hat zudem die Akkreditierungs- und Zugangssysteme für das Österreich-Haus gebaut.

 

Auch das Südtiroler Seilbahnunternehmen Leitner, das in Telfs produziert, ist mit Seilbahnen seiner französischen Tochter Poma in Korea präsent. Allerdings wurden die Anlagen in Frankreich produziert.

 

Die Exporte Österreichs nach Südkorea stiegen in den ersten drei Quartalen 2017 nicht zuletzt wegen Aufträgen rund um die Olympiade von 850,89 auf 930,48 Mio. Euro.

 

Von Stefan Eckerieder        www.tt.com


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