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Oberndorf – Der US-amerikanische Holzkonzern Mercer International hat Ende Februar von der Tiroler Klausner Gruppe das Sägewerk im deutschen Friesau in Thüringen gekauft. Als Kaufpreis gab Mercer 55 Mio. US-Dollar an, umgerechnet 52 Mio. Euro, zuzüglich etwa 8,5 Mio. Euro Betriebskapital. Zudem übernahm die US-Gruppe auch das zu Klausner gehörende Biomassekraftwerk, das 2009 gebaut wurde.

 

Mit einer Kapazität von jährlich 550 Mio. Festmetern Holz gilt Friesau nach Angaben von Mercer als eines der größten Sägewerke Deutschlands. Zuletzt wurden mit 300 Mitarbeitern jährlich durchschnittlich 320 Mio. Festmeter verarbeitet.

 

Bereits 2015 hatte Klausner das Sägewerk Kodersdorf in Sachsen an die Wiener Schweighofer Gruppe verkauft. In Friesau war Klausner seit 1992 ansässig und hatte dort zuletzt schwer zu kämpfen. 2015 wurden dort rund 145 der knapp 435 Mitarbeiter abgebaut, also ein Drittel der Belegschaft, wie der Betriebsrat damals schilderte. Schon zu dieser Zeit stand ein Verkauf des Werks im Raum.

 

Damals wie heute schweigt das Tiroler Unternehmen zu aktuellen Entwicklungen. „Kein Kommentar“, hieß es gestern aus der Pressestelle der Firma in Oberndorf zum Verkauf des Sägewerks.

 

Der Deal könnte allerdings auch in Tirol Jobs kosten. Wie die TT erfuhr, könnte ein Teil der knapp 60 Mitarbeiter in Tirol – von hier aus wird der weltweite Holzvertrieb gemanagt – abgebaut werden. Auch hierzu gab Klausner keinen Kommentar ab. (mas)

 

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