LEONDING. Nun ist die “Österreich-Lösung” für Rosenbauer fix: Stefan Pierer, Mark Mateschitz und Raiffeisen Oberösterreich werden zum neuen Großaktionär.

Der zuletzt in Probleme geratene börsennotierte Feuerwehrausrüster Rosenbauer bekommt heuer einen neuen Großaktionär: die Gesellschaft Robau, hinter der KTM-Chef und Industriellen-Präsident Stefan Pierer, Red-Bull-Erbe Mark Mateschitz und zwei Gesellschaften von Raiffeisen Oberösterreich stehen (Beteiligungsholding und Invest AG).

Die Robau übernimmt im Zuge der Mitte Mai beschlossenen Kapitalerhöhung alle neu ausgegeben 3,4 Millionen Aktien. Das sind dann 33 Prozent der gesamten Aktien. Robau bezahlt 35 Euro pro Aktie – insgesamt also 119 Millionen Euro. Der Aktienkurs der bestehenden Aktien lag heute kurz vor Veröffentlichung des Einstiegs von Robau bei 34,50 Euro. Im April waren es noch rund 28 Euro gewesen. Vermutet wird, dass Robau letztlich nach der Mehrheit bei Rosenbauer greifen könnte. 

Die OÖNachrichten hatten schon über die bevorstehende Einigung berichtet. Zuletzt war aber auch noch der tschechische Tatra-Konzern im Rennen gewesen. Rosenbauer erklärte nun Donnerstag Mittag, dass sich die Rosenbauer Beteiligungsverwaltung und Robau geeinigt haben. Hinter des bisherigen Mehrheitseigentümers Rosenbauer Beteiligungsverwaltung stehen 26 Familienmitglieder, deren Anteil nun genau so wie jener des Streubesitzes verwässert wird. Denn sie werden, wie schon vermutet worden war, vom Bezugsrecht ausgeschossen.

Rosenbauer hat zuletzt Verluste geschrieben, die Verschuldung ist hoch,
die Eigenkapitalquote niedrig. Aber auch der Auftragsstand ist in
Rekordhöhe, und das Ergebnis konnte 2023 knapp in die Gewinnzone gedreht
werden.

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