Infrastrukturprojekte sind ein wichtiger Treiber für Österreichs Wettbewerbsfähigkeit. Das zeigt eine aktuelle Studie von EcoAustria und dem WIFO, die die ökonomischen Effekte von fünf ausgewählten Projekten der ASFINAG untersucht. Bewertet wurden Bau- und Betriebsphase: Während der Bau kurzfristig Wertschöpfung und Beschäftigung bringt, entfaltet die Betriebsphase den eigentlichen ökonomischen Nutzen – durch verbesserte Erreichbarkeit, höhere Produktivität und gesteigerte Standortattraktivität.

Ergebnisse im Überblick


Infrastruktur wirkt zweifach
„Infrastrukturprojekte wirken doppelt. Während mit der Bauphase kurzfristig Wertschöpfung und Beschäftigung verbunden sind, liegt der eigentliche ökonomische Nutzen in der Betriebsphase. Verbesserte Erreichbarkeit stärkt die Produktivität und damit die Standortvorteile von Regionen – und genau darin liegt der langfristige Beitrag dieser Investitionen zur Wettbewerbsfähigkeit Österreichs“, betont Wolfgang Schwarzbauer, Leiter des Forschungsbereichs regionale Wirtschaftspolitik und Außenwirtschaft bei EcoAustria.

Infrastrukturinvestitionen sind ein Fundament für Wachstum und Standortqualität. Erst das Zusammenspiel von Bau- und Betriebsphase entfaltet die volle gesamtwirtschaftliche Wirkung.Wirtschaftliche Perspektive im Fokus – weitere Aspekte nicht berücksichtigt
Die Analyse konzentriert sich auf die ökonomischen Effekte der Bauvorhaben, insbesondere auf die mittelfristigen Standortwirkungen. Aspekte wie Staukosten, Unfallrisiken, Emissionen, Lebensqualität und Flächenverbrauch werden jedoch nicht vollständig berücksichtigt. Für eine umfassende Bewertung der Maßnahme sollten daher neben den wirtschaftlichen auch soziale und ökologische Kriterien einbezogen werden – so wie es etwa im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung bei Straßenbauvorhaben üblich ist.

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