Mit einem Investitionsvolumen von 60 Millionen Euro wurden 200 neue Arbeitsplätze geschaffen

SANKT MARTIN/NEUFELDEN. Wer auf der B127 Richtung Linz unterwegs ist und bei Drautendorf den Kopf kurz nach links dreht, sieht schon seit Längerem ein riesiges Biohort-Logo auf einem mächtigen Gebäudeblock. Nun ist auch im Inneren des Bauwerks Leben eingekehrt. Denn der dritte Standort des Unternehmens wurde in der Ortschaft an der Gemeindegrenze zwischen St. Martin und Niederwaldkirchen nach zwei Jahren Bauzeit fertig gestellt. Auf dem elf Hektar großen Betriebsareal ist ein 50.000 m² großer Produktions- und Lagerstandort entstanden. Nötig wurde der Umbau aufgrund der hohen Nachfrage nach Gerätehäusern, Boxen und Pflanzenbeeten aus Metall, welche Biohort nach eigenen Angaben als europäischer Marktführer produziert.

Ein Kernteam bestehend aus 27 Mitarbeitern unter der Leitung von Geschäftsführer Harald Huber-Kasberger und Werksleiter Peter Agfalterer hat an einer reibungslosen Übersiedlung gearbeitet, die innerhalb von nur vier (!) Tagen planmäßig durchgeführt werden konnte. „Insgesamt 200 neue Arbeitsplätze wurden in St. Martin geschaffen“, sagen die Eigentümer Josef und Maximilian Priglinger.

43 Maschinen übersiedelt

Das Gesamtinvestitionsvolumen für den neuen Standort belief sich insgesamt auf etwa 60 Millionen Euro. Die Übersiedlung der Produktion war optimal organisiert und wurde als letzter Meilenstein des Werksneubaus umgesetzt: Insgesamt 43 Großproduktionsanlagen, 21 Montage- und Verpackungsplätze für die verschiedenen Biohort-Produkte und 8400 Paletten mit Halbfertigteilen wurden von Neufelden in das neue Produktionswerk von Biohort transferiert. Auf dem Dach des 50.000 m² großen Neubaus wurde eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 200 KW Peak errichtet.

Der insgesamt dritte Biohort-Standort in St. Martin wurde in zwei Jahren Bauzeit fertig gestellt, wobei auf eine ressourcenschonende Bauweise größter Wert gelegt wurde: Das Hochregallager ist mit 120 Meter Länge, 35 Meter Breite und 32,5 Meter Höhe beeindruckend. Das vollautomatisierte Herzstück des Werks setzt neue Maßstäbe in der Automatisierung der innerbetrieblichen Logistik. Die Anlage ermöglicht mehr als 200 Lagerbewegungen pro Stunde, beansprucht etwa 4.200 m² Bodenfläche und ersetzt damit konventionelle Lagerhallen im Ausmaß von 22.000 m². Das neue Hochregallager verfügt über 25.000 Paletten-Stellplätze, dabei können 13.000 Tonnen Material eingelagert werden. Zusätzlich verfügt Biohort mit dem neuen Werk in St. Martin über einen der modernsten Dünnblechfertigungsparks und das längste vollautomatisierte Blechlager Europas, es können bis zu 18 direkt mit dem System kommunizierende Bearbeitungsmaschinen angebunden werden.

Biohort im Ausland gefragt

Der Gesamtumsatz von Biohort ist 2021 um 40 Prozent auf insgesamt 148 Millionen Euro gestiegen. Der Großteil des Geschäftserfolges liegt im Export, der mittlerweile 86 Prozent beträgt. Biohort ist in 24 europäischen Ländern tätig und beschäftigt rund 600 Mitarbeitende. Derzeit werden für alle Standorte neue Arbeitnehmer gesucht.

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