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LINZ. Der Familienbetrieb hat 2017/18 seine Werke in Oberösterreich und China erweitert – Umsatz stieg von 207 auf 255 Millionen Euro.

 

 

45 Millionen Euro hat der Autozulieferer Stiwa mit Zentrale in Attnang-Puchheim im Geschäftsjahr 2017/18 (per 30. 6.) investiert. Neben dem Ausbau der oberösterreichischen Standorte wurde auch die Produktion im chinesischen Nantong erweitert.

 

"Der Ausbau in China ist unserem Wachstum geschuldet, nicht der Tatsache, dass wir in Asien billiger produzieren wollen", sagte Geschäftsführer Peter Sticht gestern, Freitag, bei der Bilanzpressekonferenz in Linz. Gemeinsam mit seinem Bruder Raphael Sticht führt er das Familienunternehmen in der zweiten Generation.

 

Der Umsatz stieg 2017/18 um 23 Prozent auf 255 Millionen Euro. Für das vor wenigen Wochen angelaufene Geschäftsjahr rechnet Peter Sticht erneut mit einem Anstieg, auf 280 Millionen Euro Umsatz. Die Auftragsbücher seien für die kommenden beiden Jahre gefüllt, der Motor sei dabei Asien.

 

 

"Wir sind gefordert, das Wachstum unserer Kunden zu bewältigen", so Sticht. Dies betreffe vor allem das Thema Mitarbeitersuche. Stiwa hat sich nicht zuletzt deshalb einem Programm angeschlossen, bei dem österreichische Firmen in China junge Menschen zu Facharbeitern ausbilden. "Sie haben dann einen österreichischen Lehrabschluss." Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2018 beschäftigte die Stiwa-Gruppe 1810 Mitarbeiter. In diesem Geschäftsjahr sollen rund 200 Mitarbeiter hinzukommen. Neben China wurden die oberösterreichischen Standorte in Attnang-Puchheim und Gampern ausgebaut. Die Investitionen in Höhe von 45 Millionen Euro seien zu einem Drittel aus dem eigenen Cash-flow finanziert, zu zwei Dritteln mit Fremdmitteln, so Raphael Sticht.

 

In Gampern liegt der Schwerpunkt auf der Fertigung von Komponenten für die Autoindustrie, vor allem den mit Abstand wichtigsten Kunden Volkswagen. Zweiter großer Geschäftsbereich ist die Automation. In diesem Segment erwirtschafte man die Hälfte des Geschäfts mit der Autoindustrie. Es würden aber auch Maschinen an den Vorarlberger Beschlägehersteller Blum und die Medizintechnik-Sparte der Greiner-Gruppe, die Bio-One, geliefert. (sd)

 

 

www.nachrichten.at


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