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SANKT MARTIN/NIEDERWALDKIRCHEN. Beim Familienunternehmen Biohort, das auf Stauraumlösungen für Garten und Balkon spezialisiert ist, ist von Wirtschaftskrise nichts zu spüren. Im Gegenteil: Der durch Corona ausgelöste Trend zu Investitionen in das Eigenheim wird heuer den Biohort-Umsatz von 76 Millionen Euro (2019) auf 105 bis 110 Millionen Euro anschieben, berichtet Geschäftsführer und Eigentümer Josef Priglinger.

 

Der Unternehmer trägt dieser Entwicklung Rechnung und baut seine Firma weiter aus. Erst vor wenigen Wochen wurde die zweite Bauetappe am Standort in Herzogsdorf abgeschlossen. Dort sind 80 Mitarbeiter in einem hochautomatisierten Werk beschäftigt.

 

Gestern wurde der Spatenstich für die neue Firmenzentrale in Drautendorf, an der Gemeindegrenze zwischen St. Martin und Niederwaldkirchen, absolviert. In zweieinhalb Jahren will Priglinger von Neufelden an den neuen Standort übersiedeln, wo weitere 300 Mitarbeiter für Biohort tätig sind. In den bisherigen Standort in Neufelden wird der ebenfalls zur Priglinger-Firmengruppe gehörende Liftproduzent Ascendor einziehen. Die Firma wird aktuell von Sohn Maximilian gemanagt.

 

"Ich habe bei den Investitionsplänen Richtung Tschechien geschielt, aber das rasch verworfen. Das liegt an der besonderen Qualität der Mitarbeiter im Mühlviertel und an ihrem Engagement", streut Priglinger der Belegschaft Rosen.

 

Während in Herzogsdorf kleinere Produkte und Freizeitboxen hergestellt werden, liegt der Schwerpunkt im Stammwerk auf Gartenhäuser und größeren Stauraumlösungen. "Wir werden im neuen Werk die modernste Feinblechverarbeitung Österreichs haben."

 

Der Hauptmarkt für die teils schweren und sperrigen Produkte ist Europa, weil ein Transport über eine Strecke von mehr als 1000 Kilometern wirtschaftlich anspruchsvoll ist. Rund 50 Prozent des Umsatzes werden in Deutschland erzielt. Auch auf dem Heimmarkt Österreich sei noch lange nicht der Plafond erreicht, "obwohl wir jetzt seit 40 Jahren auf dem Markt sind".

 

Im Bezirk Rohrbach ist Biohort unter den Betrieben zum größten Arbeitgeber aufgestiegen – das noch größere Werk von Internorm in Sarleinsbach wird aufgrund des Firmensitzes in Traun zum Bezirk Linz-Land gerechnet. "Unser Ziel ist, dass es in jedem Garten ein Biohort-Produkt gibt. Dafür haben wir noch viele neue Ideen", sagt der Firmenchef. (sd)

 

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