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SCHÖRFLING. Schörflinger Firma will mit neuem 3D-Drucker um das Doppelte wachsen – VW und Siemens als Kunden.

 

 

Das auf 3D-Druck spezialisierte Unternehmen Evotech aus Schörfling am Attersee ist weiter auf Wachstumskurs. Nachdem die Firma im Vorjahr ein Verfahren zum Edelstahldruck entwickelt hatte, ist nun ein neuer 3D-Drucker auf dem Markt erschienen.

 

"Die Maschine hat mit 102 Litern das zehnfache Volumen ihres Vorgängermodells und kann große Bauteile drucken", sagt Evotech-Chef Markus Kaltenbrunner. Der fast zwei Meter hohe Drucker könne mehr Parameter überwachen und dadurch bessere Ergebnisse erzielen. Es sei damit möglich, technische Kunststoffe für die Luft- und Raumfahrt zu drucken.

 

Auch für Unternehmen aus dem Betriebsmittel- und Vorrichtungsbau sowie der Automatisierungstechnik sei der Drucker geeignet. Ein Modell kostet 50.000 Euro, zehn Geräte hat Evotech bereits verkauft. Zu den Kunden des Unternehmens zählen etwa KTM, VW, Siemens, Greiner oder Stiwa.

 

Ausbau in Deutschland

 

Im vergangenen Jahr setzte das 2013 gegründete Unternehmen eine Million Euro um. "Heuer haben wir diese Summe schon Anfang August erreicht", sagt Kaltenbrunner. Ziel ist es, den Umsatz zu verdoppeln. Zu den derzeit 14 Mitarbeitern an den Standorten in Schörfling und Hannover sollen sechs weitere hinzukommen. In Österreich sucht Evotech vier Mitarbeiter, in Deutschland zwei. Geht es nach dem Geschäftsführer, soll die Präsenz im Nachbarland generell ausgebaut werden. "Wir machen den Großteil unseres Umsatzes in Deutschland, und es wird immer mehr", sagt Kaltenbrunner. Evotech ist vorwiegend im deutschsprachigen Raum tätig, die Exportquote liegt bei 65 Prozent.

 

Das Unternehmen hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: In fünf Jahren will Evotech bei technischen Kunststoffen Marktführer sein. Kaltenbrunner sieht das Unternehmen auf einem guten Weg: "Die Entscheidung, nicht im Billigsegment zu arbeiten, sondern Kunststoffe für die Industrie herzustellen, war goldrichtig."

 

Zur aktuellen Kunststoff-Debatte sagt der Geschäftsführer: "Man soll den Kunststoff nicht verteufeln, sondern ressourcenschonend damit umgehen." Bei 3D-Druck entstehe nicht so viel Abfall in der Produktion, das sei ein Vorteil gegenüber anderen Verfahren.

 

Martin Roithner          www.nachrichten.at


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