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2015 hat die damalige Eigentümerfamilie Pfeiffer den C+C Pfeiffer mit damals 470 Millionen Euro Umsatz an die Schweizer Transgourmet verkauft. 2018 habe der Name Transgourmet eine ähnliche Bekanntheit wie der alte erreicht, sagt Geschäftsführer Thomas Panholzer – und misst das an den Initiativbewerbungen, die das Unternehmen erreichen. Transgourmet machte 2018 561 Millionen Euro Umsatz, das ist um fünf Prozent mehr als im Jahr zuvor und um 20 Prozent mehr als bei der Übernahme.

 

Im jüngsten Wirtschaftsjahr lag das Umsatzplus bei fünf Prozent, darin ist einige Monate das Geschäft eines neuen Marktes in Schwarzach in Tirol enthalten. "Wir konnten den Marktanteil im Cash+Carry-Markt laut Nielsen um 0,8 Prozentpunkte auf 24,2 Prozent steigern", sagt Geschäftsführer Thomas Panholzer. Damit konnten den Mitbewerbern Metro, Wedl, Markant & Co in einem stagnierenden Markt Anteile abgenommen werden.

 

Wachstum steht bei Transgourmet weiter auf der Agenda. Derzeit würden einige Standorte sondiert. "Wir haben uns Grundstücke gesichert und sind im Widmungsprozess", sagt Panholzer. Für diesen sind bis zu drei Jahre einzuplanen, ist man sich bei dem Großhändler klar. Über die genauen Orte will man bei Transgourmet noch nicht sprechen. Weiße Flecken in Bezug auf eine lückenlose Gastro-Versorgung befinden sich in Tirol, im Pinzgau und in der Gegend um Krems in Niederösterreich.

 

Trotz des Angebotes, die Ware zuzustellen, sei es nötig, nahe beim Kunden zu sein, sagt Panholzer. 90 Prozent des Geschäfts macht der Großhändler mit Gastronomie und Hotellerie, wobei auch Krankenhäuser und Seniorenheime zu dieser Großversorgungskategorie gehören. Der Rest umfasst Gewerbebetriebe mit Kantinen und unorganisierte Einzelhändler. War früher der Lebensmittel-Großhandel vor allem im Trocken- und Großgebinde-Segment stark, so macht der Frischwaren-Umsatz bei Transgourmet in der Zwischenzeit schon 50 Prozent aus.

 

Dies, weil vorgegartes Fleisch und vorgeschnittene Salate verstärkt nachgefragt werden. "Die Wirte wollen für das Mittagsmenü den vorgeschnittenen Salat, für das Abendgeschäft das ganze Häuptel", so Panholzer.

 

Ein großes Thema ist die Plastikreduktion. In zwei der 14 Märkte wurden die Zustellcontainer vom Umhüllen mit Schrumpffolie auf ein System mit Kunststoffdeckeln umgestellt. "Das wird 2019 in allen Märkten passieren", sagt Panholzer. (sib)

 

 

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