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Die Bauarbeiten für das neue Werk sind bereits seit April in vollem Gange. Gestern, Freitag, fand auch der aufgrund des Coronavirus verschobene Spatenstich statt: Der Maschinenbauer Göweil errichtet in Rainbach im Mühlkreis auf einer 4,3 Hektar großen Fläche ein weiteres Werk mit einer Gesamtfläche von 15.500 Quadratmetern. Die Fertigstellung ist für Herbst 2021 geplant.

 

Der Neubau im Gewerbepark in Rainbach/Mühlkreis ist dringend notwendig geworden: "Unser Werk in Kirchschlag platzt aus allen Nähten", sagt Eigentümer Herbert Göweil. Er hat den Mühlviertler Betrieb 1988 gegründet, eine Werkstatt für Landmaschinen betrieben und Spezialmaschinen entwickelt. Bereits ein Jahr später legte Göweil den Grundstein für spätere Erfolge, weil er einen Trend frühzeitig erkannte: Er produzierte seine erste Wickelmaschine. "Die Entwicklung bei den Grünlandbauern ging damals weg von den Hochsilos hin zu Fahrsilos und Ballen." In den mit Kunststofffolien umwickelten runden und eckigen Ballen wird Futter konserviert. Göweil spezialisierte sich zusätzlich auf Pressen: Seit fünf Jahren sind auch eigene Press-Wickel-Kombinationen im Angebot. 350 Wickelmaschinen sowie Kombinationen werden jährlich verkauft: Die Nachfrage sei aber höher, sagt Göweil. Das neue Werk soll zusätzliche Kapazitäten schaffen.

 

Das Unternehmen erzeugt neben Kleingeräten, etwa zum Stapeln der Ballen, auch Messerschleifer und Hochkippschaufeln im typischen "Göweil-Blau": 1500 von ihnen werden jährlich verkauft. Die Teile für die Maschinen sollen auch weiterhin in Kirchschlag produziert werden: "In Rainbach wird lackiert und zusammengebaut", sagt Göweil. Auch ein Lager entsteht. 22 Millionen Euro sollen in der ersten Ausbaustufe in Rainbach investiert werden. Bis zu 150 Arbeitsplätze sollen geschaffen werden: In einem ersten Schritt sollen 30 neue Mitarbeiter dazukommen.

 

Corona: Viele Messen fallen aus

 

Aktuell sind 214 Mitarbeiter beschäftigt. Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2018/19 bei 34,7 Millionen Euro. "Momentan liegen wird rund zehn Prozent über dem Vorjahr", sagt der 55-jährige Göweil. Aufgrund der Coronakrise habe es ein paar Lieferengpässe gegeben, man habe aber durchgehend produziert. Bis September sei man voll ausgelastet, wie es weitergehe, sei aber unsicher: Aufgrund des Coronavirus fallen etwa viele der nationalen und internationalen Messen ins Wasser. "Aber wir sind international gut aufgestellt, unsere Exportquote liegt bei 86 Prozent", sagt Göweil: Ein Drittel der Maschinen gehe nach Übersee – hier sei vor allem Neuseeland ein wichtiger Markt.

 

 

Von Elisabeth Prechtl         www.nachrichten.at


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