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Das geht aus Schätzungen von Experten der Initiative Wirtschaftsstandort OÖ (IWS) hervor, welche dies gestern, Dienstag, in einer Aussendung mitteilte.

 

Demnach wurden laut IWS-Studie im vergangenen Jahr bereits rund 20 Prozent der Weihnachtsgeschenke über den Online-Versandhandel wie Amazon, eBay u.a. gekauft.

 

Hohe Steigerungsraten habe es vor allem bei Büchern, Tonträgern, Fotoapparaten, Haushalts- und Elektroartikeln sowie bei Bekleidung gegeben.

 

Dies sei zum Nachteil des stationären Handels, wird in der Aussendung zitiert: "Was auf der einen Seite als besonders bequem erscheint, hat nicht nur für den österreichischen stationären Handel in den Ortszentren und Einkaufsstraßen enorme Umsatzeinbußen zur Folge, sondern auch für die Finanzverwaltung beträchtliche Nachteile."

 

"Fairness und Gerechtigkeit"

 

IWS sieht eine "Lücke in der Steuergesetzgebung". Während in Österreich jeder Betrieb eine "täglich prüfbare Dokumentation seiner Geschäfte" vorlegen müsse, sei das etwa bei Amazon nicht der Fall. Online-Versandunternehmen mit ausländischen Betriebsstandorten wie etwa in Luxemburg oder EU-Drittländern würden gar nicht geprüft. Heimische Konsumenten, die bei diesen Unternehmen einkaufen, würden zwar Steuern und Abgaben zahlen, allerdings landeten diese "nur selten" bei der österreichischen Finanz, kritisiert die IWS. Dadurch verliere der Fiskus mehr als 600 Millionen Euro.

 

IWS fordert Fairness zwischen Online-Versand- und stationärem Handel. "Steuertransparenz ist nicht nur eine Frage von Fairness und Gerechtigkeit." Es gehe auch um Wettbewerbsfähigkeit und die Erhaltung von Arbeitsplätzen. Umwelt- und Konsumentenschutz müssten nicht nur für in Österreich registrierte Unternehmen gelten, "die überdies auch noch ARA- und Alt-Elektrogeräte-Pfand abliefern müssen".

 

Appell an Regierung

 

Die IWS fordert von der Regierung, "alle Möglichkeiten der modernen elektronischen Technik auch gegenüber Online-Versand-Unternehmen einzusetzen, damit deren Geschäfte ebenso überprüfbar werden, wie dies von der Finanzverwaltung bei Betriebsprüfungen gegenüber Handelsbetrieben mit Standort in Österreich praktiziert wird".

 

 

www.nachrichten.at


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