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Die Thöni-Gruppe errichtet mit Hochdruck eine neue Produktionshalle in Pfaffenhofen bei Telfs. Die Umsatzkurve steigt weiter nach oben.

 

 

Telfs, Pfaffenhofen – Vor etwa zwölf Jahren war Thöni in das Automobil-Zuliefergeschäft eingestiegen, mittlerweile ist dies zu einem der größten Umsatzbringer der Gruppe geworden. Praktisch alle großen deutschen Autohersteller sind vor allem in der Premiumklasse Kunden, täglich werden komplexe Alu-Komponenten aus Tirol in 35.000 Autos eingebaut.

 

 


Das Geschäft wächst rasant, auch wegen der verstärkten Bemühungen für eine Leichtbauweise und den erwarteten E-Auto-Boom. Nach einem langfristigen Großauftrag von Daimler hat sich Thöni für die größte Einzelinvestition der Firmengeschichte entschieden: Für insgesamt 70 Mio. Euro wird am neuen Werks- Standort in Pfaffenhofen eine hochmoderne Produktionshalle errichtet. In einer ersten Bauphase entsteht bis Jahresende eine rund 20.000 Quadratmeter große Halle (230 Meter lang, 90 Meter breit und 18 Meter hoch). Darin werde im Frühjahr 2019 das fünfte und bisher größte Aluminium-Strangpresswerk der Firma Thöni mit einer Presskraft von 5600 Tonnen in Betrieb gehen. Dazu werde eine in Europa bisher einzigartige Kombination mit einer IHU-Presse zur hochpräzisen Innenhochdruckformung eingerichtet, betonten die Geschäftsführer Helmut Thöni, Anton Mederle und Thomas Bock bei einer Pressekonferenz.

 

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Thöni

Über 30.000 verschiedene Profile würden dank Hightech vollautomatisiert den Weg durch die verschiedenen Fertigungsschritte finden. Allein der Daimler-Auftrag laste das neue Werk auf zehn Jahre zu 30 Prozent aus, das Geschäft laufe aber auch außerhalb der Autoindustrie, etwa in den Bereichen Bau, Elektro oder Montage, ausgezeichnet. Das Werk werde bald voll ausgelastet sein, möglich sei dann auf dem Areal auch eine weitere große Baustufe, sagt Thöni. „Diese Investition ermöglicht uns weitere Wachstumsschübe und ist für uns auch ein ganz klares Bekenntnis zum Standort Tirol.“

 

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Thöni

Lob gab es für die Gemeinde Pfaffenhofen und die Behörden des Landes, die für die rasche Verfahrensabwicklung gesorgt hätten. „Das ist ein großer Tag für Pfaffenhofen“, betont Bürgermeister Andreas Schmid. Thöni wird im neuen Werk bereits in der ersten Baustufe 150 neue Arbeitsplätze in den Bereichen Metalltechnik und Mechatronik schaffen und damit mit erwarteten 200.000 Euro Kommunalsteuer zum größten Steuerzahler im Ort. Laut Mederle bildet das Unternehmen mit einer modernen Lehrwerkstätte und dem Technischen Gymnasium zurzeit auch 130 Lehrlinge und Schüler selbst aus.

 

Die Thöni-Gruppe bleibe jedenfalls auf Wachstumskurs. Neben dem Bereich Aluminiu­m würden sich auch der Maschinen- und Anlagenbau sowie die Umwelt- und Energietechnik sowie die Schlauchproduktion gut entwickeln. Der Umsatz stieg im Ende März zu Ende gegangene­n Geschäftsjahr 2017/18 von 247 auf 260 Mio. Euro, der Beschäftigtenstand von 600 auf 650 (dazu weitere 40 Leasing-Mitarbeiter), über 500 davon in Tirol. Die Eigenkapitalquote liegt laut Bock bei 80 Prozent, man sei schuldenfrei und könne alle Investitionen aus dem Cashflow finanzieren. Thöni hat eine Exportquote von über 90 Prozent und Standorte in Telfs, Landeck, Kufstein, Zeltweg, Kempten und Rovereto. (va)

 

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