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Die Dachmarke "Campusland" für die heimischen Hochschulen ist Geschichte. Jetzt versucht das Land Oberösterreich, mit einer neuen Marke Studenten aus dem Ausland nach Oberösterreich zu holen. Bis 2023 sollen 5000 zusätzliche Studenten vor allem an die Johannes Kepler Universität und an die Fachhochschulen geholt werden, plant Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl.

 

Über die sozialen Medien Instagram und Snapchat sollen vor allem junge Leute aus Mittel- und Osteuropa angesprochen werden. In einem Konzept sind zwölf Staaten – darunter Ungarn, Tschechien, Bulgarien, Polen und Italien – angeführt. Mit der Agentur Grafield wurde die neue Dachmarke Upper Space erschaffen. Das klein beigefügte Wort "Austria" kann man mitlesen.

 

"Die jungen Leute sollen vor allem in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) Studienplätze bekommen, hier studieren und dann auch hier bleiben und arbeiten", bestätigt Strugl die Bemühungen des Landes.

 

Die Universitätslandschaft soll internationaler werden. Die Diversität der Nationen gilt in der Bildungslandschaft als Grundlage des Erfolgs von Universitäten wie Stanford oder Princeton, aber auch in Asien.

 

Wobei Oberösterreich nicht gleichzeitig alle ausländischen Interessenten ansprechen will, sondern bewusst junge Leute aus der Mittelschicht in Mittel- und Osteuropa, die hier etwas erreichen wollen.

 

Leben, lernen, arbeiten

 

Nach einer Online-Kampagne mit klaren Vorgaben, was die Zahl der Follower betrifft, sollen sich die Hochschulen um die jungen Leute kümmern und auch die Schnittstelle zur Wirtschaft bilden. "Das Motto, mit dem Oberösterreich beworben wird, ist folgerichtig "live, learn, work" (leben, lernen, arbeiten). So genannte Study Angels sollen die jungen Leute unterstützen.

 

Oberösterreich hat einen großen Bedarf an zusätzlichen Akademikern und Fachkräften aus dem MINT-Bereich und kann diesen mit eigenen Studenten nicht befriedigen. Die JKU und die Fachhochschulen zu internationalisieren, sei ein wichtiger Ansatzpunkt, ist man beim Land überzeugt.

 

 

Dietmar Mascher            www.nachrichten.at


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