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Obergurgl – Die Hotelgruppe Vaya, Tochter des niederländischen Reisekonzerns Sunweb, hat in Tirol erneut zugeschlagen und der Liftgesellschaft Obergurgl zwei Hotels abgekauft – das Hotel „The Crystal“ (108 Zimmer) und das „Sportiv“ (40 Zimmer) in Obergurgl mit insgesamt 275 Betten, die vor der Corona-Krise in Summe 94 Mitarbeiter beschäftigten. Das „Crystal“ soll renoviert, das „Sportiv“ dagegen laut Vaya abgerissen und mit Luxus-Wellness-Suiten neu errichtet werden. Geschäftsführer Alexander Zerzer geht von Investitionen in der Höhe von 10 bis 15 Mio. Euro aus und betont, dass kein Investorenmodell entstehe werde. „Der Neubau muss aber erst mit der Gemeinde besprochen werden“, erklärt Zerzer gegenüber der TT. Vor 2021 sei daher nicht mit einem Baustart zu rechnen. Erschwerend komme die Corona-Krise hinzu, die auch die Baubranche trifft.

 

Die Obergurgler Bergbahnen erklärten, das Geld aus dem Verkauf der beiden Hotels in Seilbahnen und Beschneiung zu investieren.

 

In Tirol ist die Vaya-Gruppe zuletzt kräftig expandiert, zum Teil mit hoch umstrittenen Projekten. In Fieberbrunn errichtete Vaya ein 450-Betten-Chaletresort als Investorenmodell. In Ladis empörte ein Grundstücksdeal, bei dem Vaya über ein Gemeinderatsmitglied, das an dem Deal eine Million Euro verdiente, zu 2500 Quadratmetern in Bauland umgewidmetes Freiland kam. Dort soll Ende 2020 ein Resort eröffnen. Weiters erwarb Vaya das Hotel Astoria in Kühtai und aus der Cordial-Pleite ein Hotel in Achenkirch. Auch in Gerlos und in Aschau griff Vaya zu. Inklusive des noch nicht fertiggestellten Resorts in Ladis kommt Vaya auf 13 Häuser in Tirol, österreichweit derzeit auf 19 Hotels. Alle neuen Projekte sollen Hotelbetriebe bleiben, also keine Investorenmodelle sein, betonte Vaya.

 

 

Von Max Strozzi         www.tt.com


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