Die Mineralölgruppe Doppler (im Bild: Geschäftsführer Bernd Zierhut) mit Zentrale in Wels hat das Kärntner Familienunternehmen Scharnagl übernommen. Mittels der Geschäftsanteile und des Logistikparks der Firma, die mehr als 30 Millionen Euro umsetze, sollten heuer vermehrt Diesel- und Benzinprodukte aus Norditalien nach Österreich gebracht werden, berichtete Doppler gestern, Dienstag. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.

Doppler setzte zuletzt mit 600 Beschäftigten eine Milliarde Euro um. Um einer möglichen knappen Versorgungslage im heurigen ersten Halbjahr wegen des Embargos aufgrund des Ukraine-Kriegs zu begegnen, werde man mehr Importe aus Italien und Slowenien brauchen. Der Vorteil sei, dass über Italien recht leicht per Schiff etwa aus Übersee importiert werden könne. Mit dem Diesel und Benzin aus Oberitalien will der Leitbetrieb neben Kärnten auch Salzburg und die Steiermark versorgen.

Von Scharnagl werden alle Mitarbeiter und neun Lkw übernommen. Die Marke bleibt nicht bestehen. Das Unternehmen aus Schiefling am Wörthersee wurde 1941 gegründet. Die Akquisition wurde im Dezember unterschrieben und nun vom Kartellamt genehmigt.

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