Sillian – Je heißer es wird, desto dringender werden sie gebraucht: Die Klima- und Lüftungsgeräte, die die Euroclima Apparatebau GmbH in Sillian herstellt. Indien ist einer der Absatzmärkte, aber auch die Vereinigten Arabischen Emirate und andere (heiße) Orte auf der ganzen Welt gehören dazu.

Die Produktionsstätte in Osttirol besteht seit 1980. „Das 40-Jahr-Jubiläum wollten wir schon 2020 feiern, doch wegen Corona war das nicht möglich“, sagt Manuel Conci, Geschäftsführer der gesamten Euroclima-Gruppe mit ihrer Zentrale in Bruneck. „Heuer holen wir das nach.“

Das Unternehmen beliefere Krankenhäuser, Hotels, Kreuzfahrtsschiffe oder Industriebetriebe, informiert Conci. „Die Großanlagen werden exakt nach Kundenbedarf gefertigt, eine Serienproduktion gibt es nicht.“ Für das Jahr 2022 erwartet die Zentrale in ihrem Osttiroler Werk einen Umsatz von etwa 35 Millionen Euro. Innerhalb der Euroclima-Gruppe mit ihren fünf Standorten liefert Sillian etwa ein Drittel des Gesamtumsatzes.

Seit 2013 hat das Südtiroler Unternehmen kräftig in den Standort in Osttirol investiert. Mehr als 17 Millionen Euro sind bis heuer geflossen. „Wir haben die Produktion erweitert, Gebäude saniert und modernisiert und viel Geld in die Automatisierung des Betriebs gesteckt“, schildert Manuel Conci. Damit ist die Firma am Puls der Zeit, denn laut dem Geschäftsführer ist die Branche im Wachsen. „Nach Covid ist ein Boom entstanden, Hygiene und keimfreie Luft haben stark an Bedeutung gewonnen.“

Waren es 1980, als die Firma eröffnete, nur acht Mitarbeiter, so sind heute über 100 Personen bei Euroclima in Sillian beschäftigt, fast alle von ihnen in Vollzeit. So wie überall macht sich aber auch in Sillian langsam der Arbeitskräftemangel bemerkbar. „Wer Interesse hat, kann sich jederzeit bei uns bewerben, wir freuen uns“, erklärt Manuel Conci. (co) www.tt.com