LINZ. Spezialist für Zoll-Software baut auf Gelände von ehemaligem Wildverarbeiter

Eine Fitness- und eine Ruhezone, Gastronomie, ein begrüntes Dach und Büros für eine variable und flexible Arbeitsweise (Videokonferenzen, Fokus- und Kreativräume): Diese Angebote sind in der neuen Zentrale geplant, die der Linzer IT-Spezialisten MIC in der Lederergasse errichten lässt. Das Projekt ist eingereicht. Laufen die Genehmigungsverfahren wie geplant, soll noch heuer mit dem Bau begonnen werden. “Die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2024 geplant”, sagte Ursula Schöneborn-Siligan, zuständig für Finanzen und Recht, gestern. Sie präsentierte gemeinsam mit Geschäftsführer Alfred Hiebl, Planungsstadtrat Dietmar Prammer und Bürgermeister Klaus Luger die Pläne.

Auf der 10.000 Quadratmeter großen Fläche wurde früher von Kamleitner&Kraupa Wildfleisch verarbeitet, nun baut MIC ein fünfstöckiges Gebäude (plus Tiefgarage) in Holz-Hybrid-Bauweise auf einer Fläche von 4300 Quadratmetern. Hiebl geht von Kosten von rund 40 Millionen Euro aus. Bis zu 40 Prozent können die Mitarbeiter von zu Hause arbeiten. Im neuen Gebäude werden keine fixen Arbeitsplätze zugewiesen: Diese können gebucht werden.

Aufgrund des starken Wachstums sei man schon länger auf der Suche nach einer nachhaltigen Lösung gewesen, so Hiebl: 500 Mitarbeiter sind beschäftigt, 400 davon in Linz. Die derzeitige Zentrale bleibe als “Platzreserve” im Eigentum.

MIC, 1988 gegründet, hat sich in der Nische der Zoll-Software einen Namen gemacht. Mit seinen Lösungen unterstützt das Unternehmen die 700 Kunden in 55 Ländern weltweit dabei, die Import- und Exportprozesse abzuwickeln und die Regularien einzuhalten. Zu den Kunden gehören zahlreiche Konzerne, ein Schwerpunkt von MIC ist der Automobilbereich.

Mehr als 90 Prozent des Umsatzes werden im Ausland erzielt. Dieser lag 2021 bei rund 50 Millionen Euro und soll laut Hiebl heuer um zehn bis 15 Prozent steigen.

Von Elisabeth Prechtl www.nachrichten.at