WIEN. Mit der „Hinweiskarte Schutzwald“ wurden erstmals jene Gebiete außerhalb des Waldes identifiziert, die von dieser Funktion profitieren und dadurch potenziell vor Lawinen, Rutschungen und Steinschlag geschützt werden.
Wälder leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz vor Naturgefahren. Mit der „Hinweiskarte Schutzwald“ wurden erstmals jene Gebiete außerhalb des Waldes identifiziert, die von dieser Funktion profitieren und dadurch potenziell vor Lawinen, Rutschungen und Steinschlag geschützt werden. Objektschutzwälder schützen potenziell rund 299.000 Hektar außerhalb des Waldes, etwa 3,6 Prozent der Gesamtfläche Österreichs. Dort leben 475.000 Menschen.
„Diese Schutzwaldkulisse umfasst etwa 16 Prozent der österreichischen Waldfläche. Daraus ergibt sich eine jährliche Wirtschaftsleistung im potenziell geschützten Raum von 14 Milliarden Euro“, sagt Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig. Das Bewusstsein für diese enorme volkswirtschaftliche Bedeutung müsse weiter gestärkt werden.
Schwer zu vermitteln
Für die langfristige Sicherung der Schutzwirkung sei Handlungsbedarf gegeben. Die Finanzierung von Maßnahmen zum Erhalt der Schutzwälder müsse breiter aufgestellt werden, insbesondere durch Einbindung der Akteure, die direkt oder indirekt von der Schutzfunktion profitieren. Waldbauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Schutzwirkung seien schwer zu vermitteln, da technische Schutzbauten von vielen als wirksamer wahrgenommen würden.
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