GRIESKIRCHEN/SAN VITO AL TAGLIAMENTO. Der Grieskirchner Landmaschinenhersteller Pöttinger hat in Italien zugekauft: Wie gestern bekannt wurde, wird der Sämaschinen-Hersteller MaterMacc mit Sitz im norditalienischen San Vito al Tagliamento zu einem nicht genannten Kaufpreis übernommen.

Bei MaterMacc, das bisher einen chinesischen Eigentümer hatte, sind 80 Mitarbeiter beschäftigt. Der Umsatz der Italiener lag in den vergangenen Jahren zwischen 16 und 20 Millionen Euro, wie Gregor Dietachmayr, Sprecher der Pöttinger-Geschäftsführung, sagt. Marke, Vertriebs- und Servicenetz bleiben vorerst erhalten. In den kommenden Jahren werden Abläufe, Produktionsausfertigung und dergleichen auf das Pöttinger-System umgestellt, die Produkte sollen mittelfristig auch unter der Marke Pöttinger vertrieben werden.

Pöttinger hat zwei Schwerpunkte: Grünland und Ackerbau. „Im Ackerbau haben wir noch die eine oder andere Produktlücke im Portfolio“, sagt Dietachmayr. Das sei der Grund für den Kauf von MaterMacc, Spezialist für Einkorn-Sämaschinen, gewesen. Wie berichtet, wurde vor kurzem in Niederösterreich eine Produktion für Hackgeräte für den Obst- und Weinbau nach einem Ausbau eröffnet. Diese Geräte entfernen Unkraut mechanisch statt mit Chemie.

Auch wenn die Lieferketten nach wie vor rissig sind und die Gefahr von Unterbrechungen beim Gas nicht gebannt sei, laufen die Geschäfte laut Dietachmayr nach wie vor zufriedenstellend: „Der Auftragseingang ist gut.“ Bei anderen Parametern, etwa der Endkundennachfrage, sehe man aber eine nachlassende Dynamik. Zuletzt sei etwa die Nachfrage in Südeuropa, wo der Sommer sehr trocken gewesen sei, zurückgegangen.

Von Elisabeth Prechtl  www.nachrichten.at