Salzburg/Steyr. Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen für die europäische Automobilindustrie bewies sich die BMW Group in Österreich 2025 als Stabilitätsanker. Das vergangene Jahr war geprägt von volatiler internationaler Handelspolitik, einer angespannten Marktsituation in China sowie intensiviertem Wettbewerbsdruck am Weltmarkt durch neue Marken. In diesem Umfeld konnte die BMW Group in Österreich mit Vertrieb, Financial Services, Motorenproduktion und Entwicklung einen Umsatz-Zuwachs von über fünf Prozent erzielen. „Das Umsatzplus beruht insbesondere auf dem starken Zulassungszahlen in Österreich und der gesamten Region Zentral- und Südosteuropa – und somit auf unserem attraktiven Produktportfolio. 9,67 Milliarden Euro – das ist ein Rekord-Umsatz, mit knapp 500 Millionen Euro über unserem bisherigen Bestwert“, fasst Alexander Bamberger, Geschäftsführer der BMW Austria GmbH mit Sitz in Salzburg, zusammen.

Die BMW Group in Österreich war mit einem Marktanteil von über einem Drittel im vergangenen Jahr führend im Premiumsegment. Zudem konnte die Marke BMW Platz eins bei den Neuzulassungen von vollelektrischen Fahrzeugen für sich behaupten.Der Anteil an vollelektrischen Fahrzeugen der BMW Group, der über BMW Financial Services Austria und Alphabet Austria geleast oder finanziert wurde, überstieg im Jahr 2025 erstmals 60 Prozent.

Die BMW Motoren GmbH ist das größte Motorenwerk der BMW Group weltweit mit eigenem Entwicklungszentrum in Steyr. Das Plus von zwei Prozent in der Motorenproduktion spiegelte sich 2025 auch in einem leicht gestiegenen Umsatz wider (4,45 Milliarden Euro, 1 Prozent Steigerung gegenüber 2024). Harald Gottsche, Geschäftsführer der BMW Motoren GmbH: „Durch das leichte Absatzplus der BMW Group weltweit konnten wir auch die Motorenproduktion in Steyr leicht steigern. Ein besonderes Highlight 2025 war, dass wir ab Sommer erstmals E-Motoren für den BMW iX3, das erste Modell der Neuen Klasse, für das Fahrzeugwerk in Debrecen geliefert haben. Damit zeigt sich auch an der Produktvielfalt dieses Werks der technologieoffene Ansatz der BMW Group.“

Verlässlicher Partner: Stabile Arbeitsplätze auch in volatilen Zeiten.

Durch die stabile Geschäftsentwicklung in allen fünf Gesellschaften konnte die BMW Group in Österreich 2025 auch seine Beschäftigung konstant halten. Alexander Bamberger: „Wir beschäftigen in Österreich aktuell 5.600 Menschen. Wenn wir auch die Mitarbeiter unserer Händlerpartner dazu zählen, dann sind es über 8.400 Beschäftigte. Damit sind wir ein wichtiger, stabiler Arbeitgeber – in Salzburg, in Steyr und in ganz Österreich.”  Als verlässlicher Arbeitgeber sorgt das Unternehmen auch für die qualifizierten Fachkräfte der Zukunft: 2025 waren über 550 Lehrlinge bei der BMW Group in Österreich und ihren Händlerpartnern in Ausbildung.

Wertschöpfung: Ein starker Motor für Österreich.

Die Fahrzeugindustrie in Österreich bleibt eine wichtige Säule des Wirtschaftsstandortes. Daher definiert die von der österreichischen Bundesregierung im Jänner 2026 vorgestellte Industriestrategie die Mobilitätstechnologie als eine der Schlüsselindustrien. Laut Fachverband der Fahrzeugindustrie der Wirtschaftskammer ist jeder zwölfte Arbeitsplatz hierzulande direkt oder indirekt von diesem Sektor abhängig. „Die Industriestrategie der Bundesregierung betont, dass die Mobilitätstechnologie nach wie vor eine große Bedeutung für Österreich hat – und das können wir mit unseren Wirtschaftszahlen nur doppelt unterstreichen”, so Harald Gottsche, Leiter des Werks in Steyr. Das BMW Group Werk Steyr ist nicht nur der einzige Produktionsstandort eines Premiumherstellers im Land: Mit rund 4,45 Milliarden Euro Umsatz war es auch für über ein Viertel de s Produktionsvolumens der österreichischen Fahrzeugindustrie 2025 verantwortlich– das Gesamtvolumen betrug 16,6 Milliarden Euro.

Wie groß der volkswirtschaftliche Fußabdruck der BMW Group in Österreich ist, zeigt auch der Blick auf das Einkaufsvolumen: Im Jahr 2025 kaufte die BMW Group um insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro bei über 110 Unternehmen in Österreich ein. Harald Gottsche: „Wir sind ein starker Motor für Österreich. Unsere eigene Produktion, aber auch das dichte Lieferantennetzwerk der BMW Group trägt signifikant zur Wertschöpfung im Land bei.”

Diese Verwurzelung lässt sich auch an den Investitionszahlen ablesen: Über 450 Millionen Euro investierte die BMW Group 2025 in Österreich. „Diese Investitionen entsprechen über 1,2 Millionen Euro jeden einzelnen Tag. Allein in Steyr haben wir im vergangenen Jahr massiv in den Aufbau der zweiten Produktionslinie für E-Motoren für eine erhöhte Produktionskapazität investiert“, ordnet Harald Gottsche ein. Ein weiteres Highlight des vergangenen Jahres: Die BMW Group Niederlassung Wien hat in den Umbau der Bestandsgebäude im 19. Wiener Gemeindebezirk investiert. Die Gebäude wurden neu gedacht, modernisiert und konsequent auf das Premium-Kundenerlebnis ausgerichtet. Der zweite Standort in Wien Donaustadt feierte Anfang März Neueröffnung.

Antriebsvielfalt: Erfolgreicher E-Mobilitätspfad, Verbrenner als stabile Stütze.

2025 startete im BMW Group Werk Steyr die Serienproduktion von E-Motoren. „Wir haben vergangenes Jahr mit der Serienproduktion der E-Motoren für den neuen BMW iX3 begonnen. Gleichzeitig haben wir auch etwas mehr Verbrennungsmotoren produziert als im Vorjahr. Insgesamt waren es knapp über 1,2 Millionen Motoren”, erörtert Werksleiter Harald Gottsche.

2026 wird noch eine zweite Linie für die E-Motorenproduktion in den Serienbetrieb gehen, wodurch die Stückzahlen nochmal deutlich steigen werden. Damit trägt das Werk in Steyr maßgeblich zum Hochlauf der Neuen Klasse bei.

Alexander Bamberger, Geschäftsführer BMW Austria GmbH, führt weiter aus: „Der BMW iX3 ist das erste Modell der Neuen Klasse mit einer erfreulich starken Nachfrage. Seit seiner Vorstellung auf der IAA im September 2025 war jeder dritte in Europa bestellte vollelektrische BMW ein BMW iX3. In Österreich ist die Zahl noch beeindruckender: zwei von drei Bestellungen vollelektrischer BMW Fahrzeuge sind für den BMW iX3.” Die elektrifizierte Modellpalette der BMW Group erfreute sich 2025 in Österreich insgesamt großer Beliebtheit: BMW war auch im vergangenen Jahr die Top-Marke bei den Neuzulassungen von Elektroautos.

Der Blick auf das kommende Jahr ist ebenfalls vielversprechend: „Es sind viele weitere Modelle in der Pipeline – unter anderem der neue BMW i3, aber auch der neue BMW X5, der erstmals mit fünf unterschiedlichen Antriebsoptionen angeboten wird. Bis 2027 bringt die BMW Group mehr als 40 neue und überarbeitete Fahrzeuge auf den Markt. Viele davon werden mit unterschiedlichen Antriebsarten aus Steyr ausgestattet sein, und damit mit einem Herz aus Österreich”, so Bamberger.

Bereits 2026 beginnen die Vorbereitungen für eine weitere Antriebstechnologie, welche die BMW Group 2028 auf den Markt bringen wird: das Wasserstoff-Brennstoffzellensystem. Das Entwicklungszentrum im Werk Steyr übernimmt die Industrialisierung des gesamten Systems für die spätere Serienproduktion. Dieses Jahr starten auch im Motorenwerk die Umbauarbeiten, um Platz für diese neue Technologie zu schaffen. Die Vorserienproduktion wird 2027 beginnen.

Zulassungen auf Rekordniveau für die BMW Group in Österreich.

Die BMW Austria GmbH, zuständig für den Vertrieb der Marken BMW, MINI und BMW Motorrad in Österreich, verzeichnete 2025 erneut ein leichtes Zulassungsplus. Die Marke BMW konnte ihre Zulassungen leicht auf 19.216 Zulassungen steigern, während MINI seine Zulassungen um 3,2 Prozent auf 1.856 verbessern konnte. Der Umsatz stieg dadurch um rund 40 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr auf 1,17 Milliarden Euro – ein Umsatzrekord für die BMW Austria GmbH.

Die BMW Group bleibt mit 21.072 Zulassungen auch 2025 der führende Premiumhersteller in Österreich und die Marke BMW auf Platz drei am österreichischen Gesamtautomarkt. Einen besonders großen Anteil an dem Erfolg hatte dabei der BMW X1, der mit 5.218 Zulassungen in Österreich das dritt-beliebteste Modell überhaupt ist.

Die BMW Vertriebs GmbH, mit Hauptsitz in Salzburg, verantwortet die gesamte Region Zentral- und Südosteuropa. Im Geschäftsjahr 2025 konnte sie ebenfalls ein Rekordergebnis erzielen. Durch ein starkes Wachstum von über zehn Prozent auf rund 95.000 Zulassungen, konnte das Unternehmen am zentral- und südosteuropäischen Markt einen Umsatz von rund 3,5 Milliarden Euro erwirtschaften.

Einen signifikanten Anteil an der Steigerung der Zulassungen hatten auch BMW Financial Services Austria sowie Alphabet Austria, welche umfassende Leasing- und Finanzierungslösungen für Privat- und Flottenkunden anbieten. Über 45 Prozent aller ausgelieferten Neufahrzeuge wurden über die beiden Marken finanziert oder geleast. Besonders gestiegen sind die Zahlen bei Privatkunden, mit denen mehr als 1.000 zusätzliche Finanzierungs- und Leasingverträge abgeschlossen wurden – eine Steigerung von knapp neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das betreute Portfolio konnte um drei Prozent auf knapp 1,9 Milliarden Euro gesteigert werden. Die Ergebnisse unterstreichen die wachsende Bedeutung maßgeschneiderter Finanzierungs- und Leasinglösungen sowie den wesentlichen Beitrag der konzernzugehörigen Finanzierungsgesellschaften zur nachhaltigen Absatz- und Kundenentwicklung.

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